Lohnt sich Apple Music?

Lohnt sich Apple Music

Fragst du dich auch „Lohnt sich Apple Music oder soll ich lieber auf die altbekannten Musik-Streamingdienste setzen?“ Dann bist du hier genau richtig!

Wir klären in diesem Beitrag die Vor- und Nachteile eines Apple Music Abos und die Unterschiede zu Spotify und Deezer.

Abschließend klären wir, ob Apple Music auch für Nicht-Apple-Gerätebesitzer sinnvoll ist oder man lieber auf die anderen Anbieter setzen sollte.

 

Was bekommt man alles im Apple Music Abo und was kostet mich der Spaß?

Apple Music Abo

First things first. Für diejenigen, für die Apple Music noch kein Begriff ist, fassen wir erstmal die Grundlagen schnell zusammen.

Bei Apple Music handelt es sich um einen Musikstreaming-Dienst der Weltmarke Apple, der im Jahre 2015 vorgestellt und veröffentlicht wurde. Das Abo bietet den Hörern für einen festen monatlichen Geldbetrag eine unbegrenzte Hörvielfalt an.

Wird der monatliche Betrag nicht weitergezahlt, stehen auch die Songs nicht mehr zur Verfügung. Das kennen wir ja auch von den anderen Musik-Streamingdiensten.

Nach eigenen Angaben handelt es sich um 45 Millionen verfügbaren Songs, die auf Abruf bereitstehen. Damit hat Apple Music im Vergleich zu Spotify und Deezer die wohl umfangreichste Musikauswahl. Deezer umfasst eine Musikbibliothek von 43 Millionen Songs, Spotify von etwas über 30 Millionen Songs.

Kommen wir nun zu den Kosten.

Lohnt sich Apple Music Abo

Das Abo ist schon für monatlich 9,99 € erhältlich.

Das Jahresabo schlägt mit einem Betrag von 99,00 € zu Buche.

Damit bietet es sich besonders für diejenigen an, die bereits fest entschlossen sind, denn durch die jährliche Zahlweise spart man de facto zwei Monatsbeiträge.

Studenten zahlen für das Monatsabo nur die Hälfte des Preises. Für Familien steht ein Familienabo zur Verfügung, welches bis zu 6 Personen Zugriff auf Apple Music ermöglicht und für einen monatlichen Betrag von 14,99 € zu haben ist.

Bei den monatlichen Kosten unterscheiden sich Apple Music, Spotify und Deezer nicht. Das Jahresabo zum Sparpreis bietet jedoch nur Apple dauerhaft an. Somit bleibt fest Entschlossenen nur Apple Music übrig um Geld zu sparen.

Und nun etwas für die ganz harten Sparfüchse unter uns. Regelmäßig haben diverse Geschäfte auch noch um bis zu 20 % rabattierte iTunes Gutscheinkarten im Angebot, sodass die Kosten dadurch noch weiter gedrückt werden können.

Mit ein wenig Aufwand wäre es zum Beispiel möglich, das Jahresabo für 79,00 € zu erwerben. Dafür müsste man einen 20 % rabattierten iTunes Gutschein im Wert von 100 € kaufen und diesen für ein Jahresabo einlösen.

Damit ist Apple Music zumindest bei den Jahreskosten günstiger als Spotify und Deezer, auch wenn man das Wort „günstig“ sonst nicht mit Apple in Verbindung bringen würde. 🙂


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Was umfasst Apple Music sonst noch alles?

Lohnen sich Apple Music Playlists

Neben der umfangreichen Musikbibliothek, sprechen auch weitere Gründe für ein Apple Music Abo.

So zum Beispiel die durch Apple Mitarbeiter erstellten Playlisten. So kann man nur mit einem Klick die neusten und beliebtesten Songs, aber auch die aus der Kindheit bekannten Songs abspielen. Ich persönlich merke, dass viele Playlisten wirklich per Hand zusammengestellt wurden. Doch das ist natürlich nicht immer der Fall.

Deezer und Spotify lassen die Playlisten nämlich anhand eines Algorithmus erstellen. Dieser ist zumindest nach der Meinung vieler Kunden sehr unbrauchbar und füllt die Playlisten überwiegend mit Liedern (Zitat) „die noch nie zuvor einer gehört hat“. 🙂

Besonders ist auch ein eigenes soziales Netzwerk innerhalb von Apple Music Namens Apple Connect. Dieses bietet den Sängern die Möglichkeit, mit ihren Fans in Kontakt zu bleiben. Es ist vergleichbar mit Facebook, nur dass es keiner zusätzlichen Anmeldung bedarf.

Grundlegend eine gute Sache, aber noch nicht ausgereift. Aktuell werden nur wenige Abonnenten Apple Connect einen großen Mehrwert zuschreiben. Zu wenige Sänger nutzen das soziale Netzwerk, daher ist eine Einschätzung nur individuell möglich und richtet sich nach den Sängern, denen man folgt.

Im Angebot inklusive ist iTunes-Match, welches die Möglichkeit bietet bis zu 100.000 eigene Lieder in die private Cloud von Apple zu laden. iTunes-Match war bislang getrennt über iTunes zu buchen und ist nunmehr im Apple Music Abo enthalten.

Damit sind die Lieder gesichert und die Sorgen um einen Datenverlust verschwinden. Mir persönlich bietet iTunes-Match einen erheblichen Mehrwert, da ich so unkompliziert meine Musikbibliothek mit der von Apple Music verbinden kann.

Die Lieder aus meiner Bibliothek werden automatisch von iTunes-Match erkannt, durch eine bessere Qualität aus dem iTunes-Store ersetzt und auf meinen Apple Music Account übertragen. Somit wird meine private Musik-Bibliothek gleich aufgefrischt und dazu auch noch qualitativ verbessert.


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Kann man Apple Music auch offline verwenden?

Offline Apple Music Verwendung

Das Offline-Speichern der Lieder ist bereits Standard bei den Anbietern und gehört einfach dazu.

Auch bei Apple Music kann man die Songs und Playlisten offline speichern, um das Datenvolumen nicht zusätzlich zu belasten.

Die Songs werden in DRM-Verschlüsselung auf dem Endgerät gespeichert. Eine private Sicherungskopie ist wegen der DRM-Verschlüsselung nur erschwert möglich, mit entsprechenden Programmen aber wohl machbar.

Rechtlich ist die Privatkopie, oder anders gesagt eine dauerhafte Aufzeichnung eines Songs für den privaten Gebrauch, zulässig, wie Medienrechtsanwalt Christian Solmecke auf seinem Kanal ausführt.

Zu beachten ist hierbei nur, dass die DRM-Verschlüsselung der Datei nicht gehackt wird. Die Grunddatei darf also nicht verändert werden. Aus rechtlicher Sicht ist das Aufzeichnen keine Veränderung der Grunddatei, sondern eine Neuschaffung und damit erlaubt.

 

Wie umfangreich sind die Metadaten zu den Liedern?

Genug mit dem Exkurs, weiter geht’s. 🙂

Jeder Song in der Apple Music Bibliothek ist mit entsprechenden Informationen, den Metadaten, ausgestattet. So ist direkt nachvollziehbar, wer der Komponist des Songs ist und wann dieser veröffentlicht wurde.

Die Song-Informationen sind bei Apple Music deutlich ausgeprägter als bei Spotify und Deezer, sodass umfangreichere Möglichkeiten bestehen, die Lieder in einer Playlist zu sortieren.

Ein großes Plus, vor allem für viele „Hobbysänger“, ist der bei den meisten Songs verfügbare Songtext, auch Lyrics genannt. Dieser wird zumindest von Spotify schon seit Längerem nicht mehr angeboten, was auf reichlich Protest bei den Nutzern stieß.

 

Wie sieht es mit der Audioqualität aus?

Apple Music Soundqualität

Apple bietet eine maximale Audioqualität von 256Kbps im AAC-Format.

Zum Vergleich: Spotify hat eine Audioqualität von 320Kbps im OGG Vorbis Format.

Auf dem ersten Blick, scheint rein den Zahlen nach zu urteilen die Audioqualität von Spotify besser zu sein. Dies wird auch immer wieder von vielen online Artikeln bestätigt. Als Begründung wird die niedrigere Bitrate von den Songs von Apple Music gewählt.

Doch bedeutet eine geringere Bitrate auch eine geringere Audioqualität? Diese Frage lässt sich ganz klar mit einem „Nein!“ beantworten.

Das gegenüber Vorbis neuere AAC (Advanced Audio Coding) Format bietet deutliches Potenzial zur stärkeren Kompression bei gleicher Klangqualität. Somit ist eine Abweichung der Bitrate lediglich in der Größe der Datei, nicht aber in der Audioqualität merkbar.

Obgleich selbst unabhängige Tester einen Unterschied der Audioqualität feststellen wollen, wäre dieser nur mit professionellem Equipment im Studio hörbar. Erwähnenswert bleibt noch, dass die meisten Tester sogar die Songs von Apple Music bevorzugen.

Dies könnte der besseren Komprimierung verdankt sein. Abschließend lässt sich zumindest die falsche Behauptung, Apple Music klinge schlechter, klar widerlegen.

Einen Unterschied gibt es aber doch noch!

Wie wir schon feststellten, ist dank der besseren Komprimierung durch das AAC-Format das Lied von Apple Music deutlich kleiner. Dies kommt besonders dem Speicher des Endgerätes sowie dem Datenvolumen beim Streamen zugute.

 

 

Apple Music kostenlos testen – worauf ist zu achten?

Apple Music testen kostenlos

Erstmal nur testen ist auch bei Apple möglich. Und zwar gleich mit einem Testzeitraum von 3 Monaten. Deezer und Spotify bieten Neukunden lediglich einen Monat kostenlos zum Ausprobieren an.

Telekom-Kunden haben den besonderen Vorteil, dass sie von einer zusätzlichen kostenlosen Testphase von 6 Monaten profitieren, wenn sie das Apple Music Abo über die Telekom abschließen.

Um das Probeabo abzuschließen, wird lediglich eine Apple-ID benötigt, die kostenfrei im iTunes-Store erstellt werden kann oder bereits besteht.

Eine Zahlungsmethode muss schon im Probezeitraum angegeben werden, da sich das kostenlose Abo nach 3 Monaten automatisch kostenpflichtig verlängert. Das Abo kann jederzeit gekündigt und dann noch bis zum Ablauf der Testphase weiterhin genutzt werden.

Die Kündigung kann direkt nach dem abonnieren der Testphase erfolgen und wird auch von mir persönlich empfohlen, um die Kündigung des Abos erst gar nicht zu vergessen und einer ungewollten Verlängerung aus dem Wege zu gehen.

Die Kündigung zu vergessen, kann bei einem Testzeitraum von 3 Monaten selbst den Besten schon mal schnell passieren. 🙂

Sollte man in der Probezeit Gefallen an Apple Music gefunden haben, kann das Abo einfach wieder aktiviert werden.


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Sonstige oft gestellte Fragen

Läuft Apple Music auch auf Windows und Android?

Um Apple Music auf PCs nutzen zu können, wird iTunes benötigt. Dies kann kostenlos von der Apple Webseite bezogen werden und steht für Windows sowie Mac zur Verfügung. iTunes bietet einen Equalizer, Klangverbesserung und Titel-überblenden. Damit eignet sich iTunes perfekt für den privaten Gebrauch.

Zur Nutzung von Apple Music auf mobilen Endgeräten muss die kostenlose Apple Music App aus dem PlayStore oder iTunes Store installiert werden.

Ohne App ist eine Nutzung leider derweil nicht möglich, und wird auch in absehbarer Zeit nicht möglich werden. Aber das kennt man von Spotify, bis auf den Webplayer für PCs, und auch von Deezer nicht anders.

 

Wie sieht es mit Hörbüchern und Musikvideos aus?

In einem Apple Music Abo enthalten ist nur das, was abonniert ist. Und das ist jede Menge „Music“. 🙂

Hörbücher gehören nicht in das Repertoire, können jedoch kostenpflichtig aus dem iTunes Store bezogen werden und stehen dann lebenslang zur Verfügung. Die Auswahl an Hörbüchern ist aber um Längen nicht mit der von Audible zu vergleichen.

Musikvideos können in hoher Qualität abgespielt und heruntergeladen werden. Die Musikvideos können sogar in Playlisten gespeichert und in Reihenfolge wiedergeben werden.

 

 

Kann man Apple Music mit Amazon Alexa kombinieren?

Apple Music wird auf dem neuen Apple HomePod unterstützt. Leider aber nicht auf anderen Lautsprechern, wie dem Alexa-Sprachsteuerungssystem. Hier haben ehrlich gestanden Spotify und Deezer die Nase vorn.

Ebenso wird Apple Music auch nicht auf Smart TVs wie die von Samsung und LG unterstützt. Nur auf den von Apple eigenen Apple TV.

Auch eine Verknüpfung von Apple Music in andere Musikplayer wie „djay“ für Mac und Windows ist leider nicht möglich. Überraschenderweise unterstützt aber Shazam, wenn auch nur marginal, das Apple Music Abo.

Die Verwunderung löst sich jedoch schnell auf, wenn man weiß, dass Apple Shazam für 400 Millionen Dollar vor kurzem gekauft hat und somit Shazam ebenfalls zu Apple gehört.

Man kann also sagen, dass Apple sehr für sich bleibt und fremde Hersteller nicht mitmischen lässt. Spotify sowie Deezer sind diesbezüglich etwas offener.

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Wie sehen die Nutzerzahlen aus?

Apple Music verzeichnet aktuell 40 Millionen zahlende Abonnenten und belegt damit den zweiten Platz im Ranking. Den ersten belegt, wie zu erwarten, Spotify. Spotify zählt 140 Millionen aktive Nutzer.

Aber Vorsicht…! Die Rede der Statistik beläuft sich auf „aktive“ Nutzer. Um Spotify Mitglied zu sein, muss man nicht unbedingt Geld bezahlen. Auch eine kostenlose, durch Werbung finanzierte, Mitgliedschaft ist möglich.

Zahlende Mitglieder zählt Spotify „nur“ 70 Millionen. Daraus wird ersichtlich, dass die meisten Spotify Nutzer das kostenlose Abo gewählt haben.

Betrachtet man nun lediglich die zahlenden Nutzer, ist der Unterschied gar nicht mehr so groß. Immerhin muss man bedenken, dass Apple Music erst seit 2015 auf dem Markt ist und Spotify bereits seit 2006 besteht.

Wenn das jüngste Wachstum jedoch weiter anhält, ist möglicherweise bald Apple Music Platz 1 im Streaming-Segment. Who knows. 🙂

 

Noch einmal im Überblick: Was bringt dir Apple Music?

  • 45-millionen Songs
  • 3-monatige Testphase
  • Möglichkeit zu Offlinenutzung
  • Apple Connect
  • iTunes Match

 

Vor- und Nachteile von Apple Music:

Vorteile:

  • Günstiges Jahresabo
  • Geringere Dateigröße
  • Einige interessante Sonderfunktionen

Nachteile:

  • Nicht mit Amazon Alexa kompatibel
  • Kein Webplayer

 

Fazit: In welchen Fällen lohnt sich Apple Music besonders?

Im Fazit lässt sich sagen, dass Apple Music eine sehr gelungene Alternative zu Spotify und Deezer ist. Die Dateigröße ist dank des AAC-Formates kleiner als bei Spotify und Deezer, und kommt damit Leuten zu Gute, die viel mit ihrem Mobilfunknetz streamen oder viele Lieder auf ihrem Gerät speichern wollen.

Die Umsetzung der App für den PC oder Handy ist Apple, aber auch Spotify und Deezer, gut gelungen und kann lediglich individuell bewertet werden.

Das kostengünstigere Jahresabo ist ein besonderer Anlass für Sparfüchse, die ein komplettes Jahr Musik hören wollen. Mit dem Jahresabo stellt Apple eine Ausnahme zu Spotify und Deezer dar, die das Abo – wenn überhaupt – nur selten anbieten.

Ich kann nur jeden Leser empfehlen, selber einmal die 3-monatige Testphase zu nutzen um sich eine eigene Meinung bilden zu können. Die Lieder und Playlisten von Spotify und Deezer nach Apple Music zu importieren, ist dank einiger Webseiten und Apps problemlos möglich. Somit können bereits mit wenigen Klicks die Playlisten von Spotify und Deezer auch mit Apple Music gehört werden.

 

 

Lohnt sich Apple Music aus deiner Sicht?

Deine Meinung ist uns wichtig, deshalb haben wir hier eine kleine Abstimmung eingebaut.

Außerdem würden wir uns natürlich über einen Kommentar freuen, vor allem wenn Du selbst schon Erfahrungen mit Apple Music oder anderen Musik-Streamingdiensten gemacht hast!


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