Lohnt sich der ADAC?

Lohnt sich der ADAC Automobilclub

Der ADAC, auch die Gelben Engel genannt – die Popularität des größten deutschen Automobilclubs ist ungebrochen.

Früher oder später wird jeder einmal mit dem Automobilclub konfrontiert – ob bereits in der Fahrschule, bei einem Event oder durch eine Anzeige im Internet.

Doch hält der ADAC auch, was er verspricht und lohnt es sich wirklich, diesem Club beizutreten?

 

Was leistet der ADAC und was kostet mich das?

Mit 18 Jahren hat man natürlich andere Erwartungen an einen Schutz durch einen Automobilclub als mit 50 Jahren. Daher bietet der ADAC unterschiedliche Angebote und Erweiterungsmöglichkeiten an.

Grundsätzlich bietet der ADAC drei verschiedene Pakete an:

  • ADAC Mitgliedschaft, diese bietet Schutz nur in Deutschland
  • ADAC Plus-Mitgliedschaft, diese bietet einen weltweiten Schutz
  • ADAC Young Generation, ein Sonderangebot für 0-23-Jährige
 

Die meisten Mitglieder verzeichnet der ADAC derzeit mit einer normalen Mitgliedschaft. Doch auch immer mehr junge Menschen treten dem deutschen Automobilclub bei.


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Was bietet die normale ADAC Mitgliedschaft?

Bei der einfache ADAC Mitgliedschaft sind viele sinnvolle Leistungen enthalten. Darunter fallen zum Beispiel bei einem Unfall die Entschädigung für anfallende Kosten für einen Ersatzwagen, Zubehörtests, Fahrzeugprüfungen und Gebrauchtwagenpreise. Außerdem sind die Hilfe bei einer Tierkollision, Kaufverträge, Länderinformationen und eine Rechtsberatung gewährleistet.

Pannen- und Unfallhilfen werden zwar nur im deutschen Inland unterstützt, aber dafür helfen die Gelben Engel auch bei der technischen Beratung und Rechtsberatung, der Routenplanung und bieten einen Info-Service bei reisemedizinischen Fragestellungen an. Auch ein Unfall-Notruf für Deutschland ist rund um die Uhr kontaktierbar und auf jeden Fall sehr sinnvoll.

 

Was bietet die ADAC Plus-Mitgliedschaft?

Lohnt sich ADAC Plus Mitgliedschaft

Wie der Name schon vermuten lässt, ist die ADAC Plus-Mitgliedschaft so etwas wie die Premium Version der normalen Mitgliedschaft und bietet daher erweiterte Leistungen.

Dazu gehören zum Beispiel der Arzneimittel- und Brillenversand ins Ausland, eine Auslandsreise-Haftpflichtversicherung, ein Bargeld- und Dolmetscherservice im Ausland und der Ersatzteilversand innerhalb des europäischen Auslands.

Des Weiteren werden die Fahrtkosten nach einem Fahrzeugausfall und der Fahrzeugtransport in Europa übernommen. Es wird auch ein Heimhol-Service für Kinder und Hilfe bei einem Totalschaden im europäischen Ausland angeboten.

Außerdem helfen die Gelben Engel beim Verlust der Reisedokumente, bieten die Möglichkeit des Krankenbesuchs, Rücktransports und helfen bei Kreditleistungen. Hilfe in bestimmten Notfällen und das Überbrücken von Kurzfahrten nach einem Fahrzeugausfall sind ebenfalls inbegriffen.

Die Pannen- und Unfallhilfe ist im Gegensatz zur einfachen ADAC Mitgliedschaft auch innerhalb Europas abgedeckt. Ebenso werden ein Reise-Vertrags-Rechtsschutz, Übernachtungskosten nach einem Fahrzeugausfall oder bei Krankheit, ein Schlüssel Ersatz-Service und eine Unfall-Rechtshilfe (extra Service für Auslandsfälle), der Notfall-Notruf und eine Unfall-Sofortleistung abgedeckt.

Natürlich sind außerdem alle Leistungen die für “einfache” ADAC Mitglieder gelten ebenfalls im Service Umfang dabei.

 

Was bietet die ADAC Mitgliedschaft für junge Leute?

Lohnt sich der ADAC

Der ADAC wirbt um die Kleinen wie um die Großen. Rein theoretisch kann man im Säuglingsalter schon Mitglied werden. Das mag zwar nicht besonders sinnvoll klingen, ergibt sich aber häufig aus den Kombinationspaketen mit den Elternteilen.

Da die Mitgliedschaft für so junge Leute kostenlos ist, ergeben sich daraus keine Nachteile. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass der ADAC auch in Fahrschulen Mitglieder anwirbt und das mit relativ hohem Erfolg.

Er bietet den jungen Menschen vereinfachte Leistungen für einen geringeren Preis. Es wird also ein etwas weniger umfangreicher Service abgedeckt. Meist werden die Verträge nach dem Ablauf des Höchstalters automatisch in teurere Mitgliedschaften umgewandelt.

Jungen Leuten (gilt nur bis 23 Jahre) werden Einsteiger-Angebote angeboten. Für minderjährige ohne Pkw-Führerschein ist die Mitgliedschaft bis zum 18. Geburtstag kostenfrei. Inbegriffen sind bei der ADAC Young Starter-Mitgliedschaft die Pannen- und Unfallhilfe, das Abschleppen und die Bergung von motorisierten Zweirädern.

Zu beachten ist dabei, dass ein Anspruch auf diese Leistungen nur innerhalb Deutschlands gilt. Nach dem Erreichen der Volljährigkeit wird die Mitgliedschaft automatisch in einen Young Generation-Mitgliedschaftsvertrag umgestellt.

Bei diesem ist nur noch das erste Mitgliedschaftsjahr beitragsfrei und gilt im Allgemeinen nur für 17-23-jährige, die im Jahr maximal 6.000 km fahren und nur ein auf sie zugelassenes Fahrzeug besitzen. Sie deckt ansonsten die gleichen Leistungen ab wie die vorhin erläuterte ADAC Starter-Mitgliedschaft.

Für 18- bis 23-jährige gibt es eine Mitgliedschaft für nur 24 Euro, mit einem den anderen Angeboten für junge Menschen gleichendem Service. Und zusätzlich einer juristischen, technischen und touristischen Beratung. Ein ähnliches Angebot gibt auch für junge Reisefans ohne eigenes Auto.

Die Kündigungsfrist beträgt drei Monate und wird bei Verpassen dieser automatisch um ein Jahr verlängert. Das gleiche gilt übrigens auch für alle anderen Mitgliedschaftspakete des ADAC.


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Was kostet mich die ADAC Mitgliedschaft?

Lohnen sich ADAC Gebühren

Natürlich gibt es diese vielseitige Unterstützung nicht umsonst. Der ADAC bietet verschiedene Pakete und Kombinationsmöglichkeiten für die ganze Familie an.

Eine einfache Mitgliedschaft für eine Person kostet 49 Euro pro Jahr. Sollte die Mitgliedschaft für ein Paar abgeschlossen werden, werden 69 Euro fällig.

Außerdem bietet der ADAC die Möglichkeit einer Mitgliedschaft für die ganze Familie. Dabei ist bei einer Einzelperson ein minderjähriges Kind umsonst dabei und bei einer Ehe- oder Lebenspartnerschaft ebenfalls.

Die Preise für weitere Kombinationen mit Kindern und jungen Erwachsenen variieren aktuell zwischen 84 und 143 Euro.

 

 

ADAC oder Kfz-Schutzbrief – was ist besser?

Lohnt sich ADAC vs Schutzbrief

Grundsätzlich decken sowohl ein Schutzbrief der Kfz-Versicherung als auch eine ADAC-Mitgliedschaft relativ ähnliche Bereiche ab. Die groben Unterschiede findet man bei den zu übernehmenden Kosten sowie bei der Reichweite.

Viele Schutzbriefe sind auf eine bestimmte Entfernung vom Wohnort beschränkt. Allerdings bekommt man einen guten Schutzbrief mit ausgeglichenen Leistungen deutlich geringer als die ADAC Mitgliedschaft. So starten „gute“ Schutzbriefe beispielsweise von der HUK oder der Allianz schon ab 9 Euro im Jahr.

Eine deutliche Ersparnis, die aber auch oft mit Leistungseinschnitten verbunden ist. Des Weiteren ist die ADAC-Mitgliedschaft personenbezogen wodurch auch Unfälle mit anderen Fahrzeugen durch den Service des ADAC abgedeckt werden. Schutzbriefe sind im Normalfall fahrzeuggebunden, da sie eine Art erweiterte Kfz-Versicherung darstellen.

 

Der ADAC bietet zusätzliche Angebote wie einen europaweiten Schutz und zum Beispiel auch einen Fahrzeugrücktransport an. Wer also mit den allgemeinen Leistungen zufrieden ist, kann sich eine nicht unerhebliche Menge an Geld sparen.

Des Weiteren hängt das ganze natürlich auch sehr vom jeweiligen Schutzbrief ab, denn auch hier gibt es erhebliche Unterschiede und gute Zwischenlösungen die ähnliche Leistungen abdecken wie eine ADAC-Mitgliedschaft.

Bei der Entscheidung „ADAC oder Schutzbrief“ kommt es auf die Erwartungen und Bedürfnisse jedes einzelnen an:

  • Wer es nur auf die Leistungen eines Schutzbriefes anlegt, also Abschleppen, Bergen, Hotelkostenerstattung sowie ein Kranken- oder Fahrzeugrücktransport, der ist mit dieser deutlich günstigeren Lösung bestens bedient.
  • Beim Leistungsumfang eines Schutzbriefes sollte vor allem auf den geografischen Gültigkeitsbereich und den Schutz für Mitfahrende geachtet werden.

Um die Unterschiede etwas greifbarer zu machen haben wir im folgenden ein Beispiel durchgerechnet:

Ein Ehepaar würde bei einer normalen ADAC-Mitgliedschaft 69 Euro im Jahr zahlen. Mit einem guten Kfz-Schutzbrief für 15 Euro sind alle ihnen wichtigen Leistungen, wie Unfallnotrufe, Fahrzeugersatz und Abschleppkosten abgedeckt und einen personenbezogenen Schutz benötigen sie nicht, da sie keine anderen Fahrzeuge fahren.

Bei einem Wechseln zu einem Schutzbrief würden sie demnach bis zu 54 Euro jährlich sparen. In diesem Fall wäre das Ehepaar mit einem Kfz-Schutzbrief also deutlich billiger dran und würde trotzdem keine grundlegenden Leistungen missen müssen.

Natürlich decken einige Schutzbriefe nicht so umfangreiche Leistungen wie der ADAC ab. So ist meistens kein Arzneimittelversand ins Ausland oder keine Rechtshilfe dabei. Andererseits muss jeder selber entscheiden, wie häufig die Möglichkeit eines Unfalls im Ausland besteht und ob der deutlich höhere ADAC-Tarif diese Leistungen wirklich rechtfertigt.

 

 

Gibt es gute Alternativen zum ADAC?

Lohnen sich ADAC Alternativen

Grundsätzlich sind die eben erwähnten Schutzbriefe wohl die billigste und einfachste Alternative zum ADAC. Häufig sind Neuwagenbesitzer außerdem in den ersten Jahren durch eine Mobilitätsgarantie geschützt, zumindest was das Liegenbleiben von Fahrzeugen angeht.

Allerdings ist der ADAC natürlich nicht der einzige Automobilclub in Deutschland. Ob BAVC, ACE oder AVD – sie alle bieten ähnliche Leistungen für einen meist etwas geringeren Mitgliedsbeitrag. Dass der ADAC trotzdem der führende Automobilclub in Deutschland ist, kann schlicht mit seiner hohen Bekanntheit erklärt werden.

Als eine gute ADAC Alternative ist besonders der Bruderhilfe Automobil- und Verkehrssicherheitsclub (BAVC) zu empfehlen. Sogar mit einer Premium Mitgliedschaft mit weltweiten Schutz, zahlt man als ganze Familie nur 74,50 Euro im Jahr. Der ADAC verlangt für eine internationale Pannenhilfe schon fast doppelt so viel und selbst die einfache Mitgliedschaft ist dort deutlich teurer.

Der BAVC beinhaltet außerdem keine weiteren vertraglichen Fallstricke und bietet im direkten Vergleich unserer Meinung nach das attraktivste Preis-Leistungsverhältnis.

Wie auch viele Kfz-Schutzbriefe wird der BAVC durch „Assistance Partner“ unterstützt. Dieser Dienstleister kann auf ein flächendeckendes Netzwerk an Kooperationspartnern zurückgreifen und verspricht innerhalb von 30 Minuten an jedem Unfallort sein zu können.

 

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Lohnt sich eine ADAC-Mitgliedschaft nun oder nicht?

  • Der ADAC bietet auf jeden Fall einen soliden Service, umfangreiche Leistungen und zudem ein gutes Netzwerk. Allerdings muss man sich der wirtschaftlichen Interessen des Clubs bewusst sein. Auch die mangelnde Transparenz wird dem Verein immer wieder angekreidet.
  • Der große Einfluss des Automobilclubs verschafft ihm aber auch gewisse Möglichkeiten, die kleineren Clubs nicht immer offen stehen.
  • Für viele mag eine ADAC-Mitgliedschaft aber auch ein gewisses Statussymbol sein. Autoenthusiasten kommen außerdem mit netten Zusatzangeboten auf ihre Kosten. Jeder muss wohl selber entscheiden wie wichtig einem der Empfang der Zeitschrift “Motorwelt” sowie der jährlichen Unfallstatistiken sind.
  • Aber wenn man ehrlich ist, sind auch rund 90 Euro pro Jahr eine durchaus bezahlbare Summe für einen weltweiten Unfallschutz und Krankenrücktransport. Spätestens wenn der Fall mal wirklich eintreten sollte, ist man definitiv sehr froh, einen solch umfangreichen Schutz zu haben.
  • Letztendlich ist die Entscheidung auch eine pragmatische. Der ADAC ist mit Sicherheit nicht die billigste Alternative. Ein Kfz-Schutzbrief oder eine Mitgliedschaft bei einem weniger bekannten Automobilclub bieten fast identische Leistungen für einen meist deutlich günstigeren Preis.
  • Der ADAC ist auf jeden Fall eine bequeme Alternative mit gewissen Extras. Ob man diese Extras nun wirklich braucht, muss natürlich jeder für sich entscheiden. 🙂

 

Lohnt sich der ADAC aus deiner Sicht?

Deine Meinung ist uns wichtig, deshalb haben wir hier eine kleine Abstimmung eingebaut.

Außerdem würden wir uns natürlich über einen Kommentar freuen, vor allem wenn Du selbst schon Erfahrungen mit Automobilclubs oder Kfz-Schutzbriefen gemacht hast!


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