Lohnt sich eine Hundekrankenversicherung?

Lohnt sich eine Hunde Krankenversicherung

Hunde sind in der Regel mehr als nur Haustiere und genießen den Status eines wertgeschätzten Familienmitglieds.

Daher verwundert es kaum, wenn sich Besitzer:innen viel Zeit und Mühe geben, das richtige Futter und die richtige Pflege für ihre Vierbeiner zu finden.

Auch für den Krankheitsfall soll vorgesorgt werden, weshalb es spezielle Hundekrankenversicherungen gibt.

Doch lohnt sich eine solche Versicherung wirklich, was beinhaltet sie und welche Alternativen gibt es?

 

 

Was deckt eine Hundekrankenversicherung?

Ist ein Hund krank und muss vom Tierarzt behandelt werden, bedeutet das häufig hohe Kosten. Im Krankheitsfall können Erstversorgung und Nachsorge für Tierliebhaber schier unbezahlbar werden.

Tierarztkosten für Hunde bewegen sich schnell einmal im drei- bis vierstelligen Bereich. Somit besteht immer häufiger die Nachfrage nach einer Hundekrankenversicherung, damit man sich die Behandlung des Vierbeiners noch ohne Kredit leisten kann.

Während in Deutschland nur ein knappes Prozent der Hunde und Katzen krankenversichert sind, sind es in Schweden rund 50 % und in Großbritannien etwa jeder vierte Hund. Doch was deckt eine Hundekrankenversicherung?

Inzwischen gibt es eine große Auswahl an Anbietern von solchen Produkten. Wie bei Versicherungen für Menschen, variieren auch hier die Leistungsumfänge.

Man unterscheidet grob zwischen Operations- und Vollschutz. Vollschutz bedeutet allerdings nicht – wie man vermuten würde – dass jede Behandlung und alle Kosten abgedeckt sind. Es gibt unterschiedliche Tarife und Leistungen. Somit können sich Vollschutz-Versicherungen erheblich voneinander unterscheiden.


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Zudem können sich Hundebesitzer für eine reine OP-Versicherung entscheiden. Der Operationsschutz deckt lediglich operative Eingriffe sowie die notwendige Vor- und Nachsorge ab.

Meist sind diese Versicherungen etwas günstiger, da nur ein Bruchteil der Tierarztbesuche abgedeckt wird. Doch aufgepasst: Nicht jeder Anbieter deckt mit seiner OP-Versicherung jede Operation des Vierbeiners ab.

Wichtig: Rassenspezifische und besonders komplexe Operationen werden häufig ausgeschlossen. Deshalb lohnt sich durchaus ein Blick in die Vertragsbedingungen einer solchen Police.

 

Auch Leistungen, die nicht in direktem Zusammenhang mit einer notwendigen Operation stehen, werden nicht gedeckt. Meist zahlt eine Hundekrankenversicherung nicht einmal die Kosten für eine Kastration oder Sterilisation.

Auch die Kosten für Impfungen werden von Hundekrankenversicherungen nicht getragen. Hat ein Hund eine Erkrankung, wegen der er Medikamente nehmen muss, ist kein Versicherungsschutz gegeben. Genauso verhält es sich auch mit Physiotherapie.

Krankenversicherungen für Hunde sind in dem Sinne daher nicht mit Krankenversicherungen für Menschen zu vergleichen. Viele Leistungen vom Tierarzt werden schlicht einfach nicht übernommen – selbst bei einer sogenannten Vollschutz-Versicherung nicht.

 

Was gibt es bei der Hundekrankenversicherung zu beachten?

Wer eine Hundeversicherung abschließen möchte, sollte sich zunächst mit den jeweiligen Wartezeiten auseinandersetzen. Denn erst nach Ablauf dieser festgelegten Frist ist ein Versicherungsschutz gegeben.

Wichtig: Erkrankt das Haustier davor, werden die Kosten nicht von der Versicherung übernommen.

 

Die Versicherungsgesellschaft teilt Hundeliebhabern in der Regel bei Vertragsabschluss mit, wie viele Monatsbeiträge gezahlt werden müssen, bevor Leistungen beansprucht werden dürfen.

Einige wenige Versicherer bieten jedoch auch einen sofortigen Versicherungsschutz. Wer daher schnellstmöglich eine Hundekrankenversicherung benötigt, sollte sich nach einem solchen Anbieter umsehen.

Die Beitragshöhe variiert je nach Anbieter. Doch auch die Ausgangssituation entscheidet über die Höhe der zu zahlenden monatlichen Kosten.

Eventuelle Vorerkrankungen und die Rasse des Hundes spielen eine wichtige Rolle. Auch das Alter muss angegeben werden, da es ein wichtiger Faktor für die Berechnung der Beitragshöhe ist.

Manche Anbieter haben sogar Altersbegrenzungen. Das bedeutet, dass Hunde ab einem gewissen Alter gar nicht mehr versichert werden können.

Lohnt sich eine Petplan Hundeversicherung

In der Regel gilt: Bei älteren Hunden mit Vorerkrankungen sind Hundekrankenversicherungen am teuersten.

Auch Rassen, die zu speziellen Krankheiten neigen, zeigen sich deutlich in der Höhe der Beiträge.

Auf der anderen Seite gibt es jedoch auch solche Produkte, die noch Hunde bis neun Jahre versichern und spezielle Versicherungsangebote für Hunde in jedem Alter anbieten.

Die Preise und Altersbegrenzungen variieren jedoch, wie gesagt, stark je nach Anbieter.

 

Gibt es auf Hundekrankenversicherung spezialisierte Anbieter?

Lohnt sich eine Tierkrankenversicherung

Die meisten Anbieter von Hundekrankenversicherungen sind nicht direkt darauf spezialisiert. Meist handelt es sich um Gesellschaften, die mehrere Dienstleistungen anbieten.

Jedoch gibt es auch Versicherer wie die Agila Haustierversicherung, die sich auf Tierkrankenversicherungen spezialisiert haben.

Auch wenn ein Anbieter nicht auf Hundekrankenversicherungen spezialisiert ist, muss das nicht bedeuten, dass es sich um eine schlechte Wahl handelt.

So bieten auch die Uelzener oder die Allianz Policen für Haustiere. Diese Anbieter haben ebenfalls Erfahrung in der Tierschutz-Branche, auch wenn sie nicht ausschließlich darauf spezialisiert sind.

 

Welche Alternativen zur Hundekrankenversicherung gibt es?

Es gibt nicht viele Alternativen zur Hundekrankenversicherung. Einzig eignen sich ein Sparkonto und ein gesichertes Einkommen, sodass man dann, wenn es zu einem Krankheitsfall kommt, genug Kleingeld auf der Seite hat.

Natürlich ist es auch möglich, einen Kredit aufzunehmen oder Verwandte und Freunde um Geld zu bitten. Allerdings handelt es sich dabei nicht um einen verbindlichen Schutz im Krankheitsfall des Hundes.

In jedem Fall kann man jedoch bestimmten Krankheiten vorbeugen. Durch eine gesunde Ernährung des Vierbeiners können bereits viele Erkrankungen verhindert werden.

Auch ein hohes Maß an Bewegung sorgt dafür, dass ein Hund länger fit bleibt. Gegen Unfälle kann man in der Regel wenig tun, da diese sehr unverhofft auftreten.

 

Meine Erfahrungen mit Hundekrankenversicherung

In Deutschland haben immer noch viele Haustierhalter keine Hundekrankenversicherung. Doch lohnt sie sich überhaupt? Tatsächlich gibt es Menschen, die darauf schwören, und andere, die eher schlechte Erfahrungen damit gemacht haben.

Deshalb ist es das A und O, auf den jeweiligen Anbieter zu achten. Manche Anbieter haben durchaus praktische Angebote. Hier sollten Hundehalter den Tarif wählen, der am besten zu ihren individuellen Umständen und zu ihrem Haustier passen.

Jedoch sollte man von einer Hundekrankenversicherung nicht zu viel erwarten. Auch wenn sie sich als Krankenversicherung bezeichnet, ist sie nicht mit einer herkömmlichen Krankenversicherung zu vergleichen.

Während in Deutschland bei Menschen fast jede Leistung übernommen wird, hält sich der Versicherungsschutz bei Hunden und anderen Haustieren in Grenzen.

Daher lohnt sich eine Hundekrankenversicherung erst dann richtig, wenn es zu sehr kostenintensiven Operationen oder Behandlungen kommt. Wer die Standard-Untersuchungen und -Eingriffe durch eine Hundekrankenversicherung bezahlen möchte, wird jedoch bald merken, dass diese Rechnung nicht aufgeht.

Darüber hinaus können die Beiträge sehr hoch ausfallen. Wer daher einen Hund mit Vorerkrankungen hat, der womöglich schon älter ist, muss mit hohen monatlichen Kosten rechnen. Hier lohnt es sich unter Umständen mehr, das Geld zurückzulegen und zu sparen, um den nächsten Tierarztbesuch zu bezahlen.

Wichtig: Aufgrund der Erfahrungen in meinem Bekanntenkreis schneiden die auf Tierkrankenversicherungen spezialisierte Anbieter besser ab als große Gesellschaften. Der Leistungsumfang ist in der Regel besser auf den Tierhalterbedarf zugeschnitten und auch im Schadensfall wird schneller reagiert.

 

 

Fazit: Für wen lohnt sich eine Hundekrankenversicherung besonders?

Eine Hundekrankenversicherung lohnt sich dann, wenn man einen agilen und jungen Hund hat. Andernfalls belaufen sich die monatlichen Beiträge auf immense Summen. Zudem ist eine solche Versicherung nur dann wirklich geeignet, wenn man nicht die standardmäßigen Tierarztbesuche damit bezahlen möchte.

Hundekrankenversicherungen zeigen meist erst dann ihre Vorteile, wenn es zu kostspieligen Operationen und Eingriffen kommt.

Wer daher auf Nummer sicher gehen möchte und für den Fall eines Unfalls oder einer schweren Krankheit vorbereitet sein möchte, ist mit einer Hundekrankenversicherung gut beraten. Ob sie sich also lohnt, sollte jeder Hundehalter individuell entscheiden.

 

Lohnt sich eine Hundekrankenversicherung aus Deiner Sicht?

Deine Meinung ist uns wichtig, deshalb haben wir hier eine kleine Abstimmung eingebaut.

Außerdem würden wir uns natürlich über einen Kommentar freuen, vor allem wenn Du selbst schon Erfahrungen mit Tierkrankenversicherungen gemacht hast!


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