Lohnt sich teures Motoröl?

Lohnt sich teures Motoröl

Stellst du dir auch die Frage „Lohnt sich teures Motoröl“? Dann bist du hier genau richtig.

Wir schauen zuerst kurz auf die Eigenschaften von teurem Motoröl, dann vergleichen wir die Öle unterschiedlicher Preisklassen, um schließlich die Frage zu klären, für wen sich teures Motoröl überhaupt lohnen kann.

 

Welche Eigenschaften hat teures Motoröl?

Wer jetzt glaubt, „teuer ist gleich besser“, der liegt weder daneben, noch liegt er richtig. Jedoch liegt die Vermutung nahe, dass diese Schlussfolgerung etwas zu kurz gedacht daher kommt. Wir schauen uns das mal an. 😉

Stellen wir einen Behälter Mineralöl („normales“ Motoröl) neben einen mit Synthetiköl („teures“ Motoröl), dann hat das hochwertige Synthetiköl zunächst die wesentlich besseren Eigenschaften. Das liegt an der Herstellung.

Während Mineralöle aus Rohöl hergestellt werden, die selbst nach der Aufbereitung eine gewisse Verunreinigung aufweisen können, sind Synthetiköle quasi exakt auf ihre Einsatzbestimmung zugeschnitten. Die Eigenschaften teurer Motorenöle sind also genau die, die für den Anwendungsfall gewünscht werden. Das können zum Beispiel bestimmte Temperaturbereiche sein oder die Nutzung im Dauereinsatz.

 

Billiges vs. teures Motoröl – was ist der Unterschied?

Rechnet sich teures Motoröl

Die Unterscheidung der Motorenöle in Mineralöl („billig“) und Synthetiköl („teuer“) ist für uns Otto-Normal-Verbraucher eigentlich ausreichend – wer will, merkt sich noch die „Teilsynthetik-Öle“, aber das wird nicht abgefragt. 😉

Die Hersteller versuchen allerdings, ihre Produkte gegenüber der Konkurrenz herauszuheben. Und so stehen auf den Behältern allerhand vielversprechende Eigenschaften und Angaben, die letztlich aber nicht unbedingt ausschlaggebend sind. Bei den Mineralölen sollte man wissen, dass sie ein Abfallprodukt aus der Benzin- beziehungsweise Diesel- und Heizölgewinnung sind.

Als Grundlage wird Rohöl verwendet. Je nach Förderstandort bringt dieses bereits eine unterschiedliche Qualität mit – wer in’s Raffineriegeschäft einsteigen will, der darf jetzt gern einen zweiten Tab öffnen und tiefgründiger recherchieren 😉 die anderen bleiben hier beim Thema Motorenöle.

Es gibt mehrere Verfahren zur Veredelung der Öle, welche sich wiederum in unterschiedlichen Qualitätsstufen des Endproduktes niederschlagen. Dabei spielt es keine Rolle, welche Firma genau die Veredelung durchführt.

Wenn das gleiche Rohöl mit dem gleichen Verfahren raffiniert wird, kommt am Ende auch das gleiche Mineralöl heraus.

Für die Synthetiköle müssen wir nicht so tief eintauchen. Diese sind, wie oben erwähnt, auf bestimmte Anwendungsfälle zugeschnitten.


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Ist teures Motoröl wirklich besser für den Motor?

Ist teures Motoröl besser

Ganz klares „Nein“… wobei, Moment! Diese Frage kann man nicht mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten. Sie ist zu allgemein gestellt. Wir präzisieren die Fragestellung mal: Ist teures Motoröl wirklich besser für diesen einen Motor, mit seinen eigenen speziellen Anforderungen? Dann, ja.

Jedoch, pauschal zu sagen, teures Motoröl sei stets besser, kann zu Frust und Ärger führen. Mehr dazu lest ihr in Kapitel 4 und 5. Wenn ihr jetzt aber bereits wisst, welche Eigenschaften euer Motorenöl aufweisen muss und ihr habt in der linken Hand das „billige“ Mineralöl und in der rechten das „teurere“ Synthetiköl, dann könnt ihr sicher sein, mit der rechten Hand haltet ihr die besseren Eigenschaften.

Jetzt kommen Sparfüchse vielleicht auf die Idee, das Mineralöl wegzustellen und ein weiteres Synthetiköl eines anderen Herstellers zum Vergleich heranzuziehen. Nur zu! In diesem Fall ist die Aussage „teurer ist gleich besser“ jedoch nicht mehr so einfach zu begründen. Bei den Synthetikölen macht der Preis allein keinen Qualitätsunterschied mehr aus.

 

 

Lohnt sich teures Motoröl auch für ältere Motoren?

Lohnt sich Synthetik Motoröl

Ja und nein. Hier ist Expertenwissen gefragt. Ältere Motoren können trotz des höheren Alters immer noch verhältnismäßig kurze Laufzeiten gehabt haben. Der geringe Verschleiß erlaubt eventuell den Einsatz eines modernen, „teuren“ Synthetiköls.

Im Gegensatz dazu, können auch Motoren jüngeren Alters bereits viel Arbeit geleistet haben und benötigen daher gegebenenfalls besondere Aufmerksamkeit bei der Wahl des Motoröles. Hier kommt es also auf den konkreten Motor an. Wer hat, wirft einen Blick ins Bordhandbuch. Ein Besuch in der nächsten Werkstatt wird aber auch Abhilfe schaffen.

 

 

Für welche Fahrzeuge kommt teures Motoröl in Frage?

Synthetiköl ist nicht zufällig entstanden. Mit der Entwicklung des Automobils und damit einhergehend der Motoren, ist man immer wieder an die Grenzen der Betriebsfestigkeit gestoßen. Im gleichen Atemzug entwickelten sich also auch die Motoröle weiter. Beispielsweise gibt es auch spezielles Motorrad-(motor)-Öl.

Mittlerweile gibt es sogenannte „Herstellernormen“, da jeder Autobauer für seinen Motor ein speziell zugeschnittenes Motorenöl empfiehlt. Das soll optimales Betriebsverhalten und Kundenzufriedenheit gewährleisten. Aber auch für ältere Modelle kann teures Motoröl zu mehr Langlebigkeit und weiteren Verbesserungen führen, sofern die Eigenschaften des Öles zu den Ansprüchen des Motors passen.

Letztlich sollte man bei diesem Thema nicht zu knauserig sein. Das Fahrzeug – egal welches – wird es danken. 🙂

 

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Was ist beim Umstellen auf teures Motoröl zu beachten?

Verabschiedet euch von dem Gedanken, teures Motoröl rechnet sich durch längere Einsatzzeiten.

Mit teurerem Öl verringert ihr die Beanspruchung der bewegten Teile im Motorblock – die Lebensdauer steigt. Dabei wird das Öl mit der Zeit verunreinigt und es verliert allmählich seine guten Eigenschaften. Der Verschmutzungsgrad und damit die „Funktion“ eures Öles wird durch den Ölfilter aufrechterhalten.

Also sollten auch bei der Verwendung von teureren Synthetikölen die Ölwechsel-Intervalle genau eingehalten werden. Diese richten sich nämlich nicht, wie häufig angenommen, nach der Qualität des Motoröles, sondern nach der Beschaffenheit des Ölfilters. Will man längere Wechselintervalle erreichen, muss der Ölfilter angepasst werden, nicht das Motoröl.

Achtet beim Ölwechsel darauf, dass vom alten Öl so wenig Restbestände wie möglich im Motor verbleiben, um Mischungseffekte zu vermeiden.

 

Fazit: Für wen lohnt sich teures Motoröl besonders?

Teures Motoröl ist vor allem für jene lohnenswert, die in ihrem Auto (oder Motorrad) keinen reinen Gebrauchsgegenstand sehen. Wer sich also jedes Mal aufs Neue freuen kann, wenn es an eine Fahrt geht, wer hin und wieder die Karosserie streichelt, einen Kosenamen verwendet oder beim Gedanken ans Stilllegen mit Tränen kämpfen muss, der sollte seinem Fahrzeug etwas Gutes tun – mit dem Einsatz teuren Motoröls lohnt sich das.

Alle anderen, die eine Übergangslösung durch die Straßen lenken oder materiellen Gütern nicht viel abgewinnen können, sind sicher auch mit „billigerem“ Mineralöl gut bedient – aber auch hier gilt, Eigenschaften des Öls und Anforderungen des Motors müssen übereinstimmen!

 

Lohnt sich teures Motoröl aus deiner Sicht?

Deine Meinung ist mir wichtig, deshalb habe ich hier eine kleine Abstimmung eingebaut.

Außerdem würde ich mich natürlich über deinen Kommentar freuen, vor allem wenn du selbst schon Erfahrungen mit Motorölen in verschiedenen Preisklassen gemacht hast!


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Weiterführende Links:
https://www.adac.de/infotestrat/reparatur-pflege-und-wartung/motor-und-oel/


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