Lohnt sich teures Katzenfutter?

Teures Katzenfutter sinnvoll

Stellst du dir auch die Frage „lohnt sich teures Katzenfutter“? Dann bist du hier genau richtig. 🙂

Wir schauen im Detail auf die Unterschiede zwischen Produkten verschiedener Preisklassen und vergleichen sie mit den Nahrungsmittel-Anforderungen von Katzen.

Auch ein paar Preis-Leistungs-Tipps haben wir parat. Wir hoffen, dass der Beitrag für dich genau so interessant wie informativ sein wird.

 

Die Anforderung an Katzenfutter

Anforderungen der Katzen

Unsere Katze Bella, als sie noch klein war (links auf dem Bild)

Das Futter, das man seiner Katze gibt, beeinflusst die Gesundheit des Tieres, die Beschaffenheit des Fells und vielleicht sogar, wie lange es lebt. Man sollte sich immer im Hinterkopf behalten, dass Katzen andere Bedürfnisse haben als Hunde oder andere Haustiere.

Katzen müssen viel tierisches Protein zu sich nehmen. Sie sind Fleischfresser und können im Gegensatz zum Menschen nicht vegetarisch leben. Das bedeutet, dass Katzenfutter, das zum größten Teil aus Getreide besteht, auf Dauer nicht gut für den kleinen Tiger ist.

In den Zeiten, bevor Katzen mit Menschen zusammenlebten, haben sie hauptsächlich kleine Tiere wie Nagetiere oder Vögel gegessen. Da sie dieses Futter lange Zeit zu sich genommen haben, sind ihr Körper und ihr Verdauungssystem genau darauf eingestellt.

Ich möchte jetzt niemanden dazu bringen, hinauszugehen und Mäuse und Vögel für seine Katze zu fangen. 🙂

Was ich sagen möchte, ist dass Katzenfutter, das hauptsächlich aus Getreide besteht, nicht das gesündeste für die Katze ist.

Eine kleine Menge Getreide ist nicht schlimm. Wenn Katzen Vögel oder Nagetiere fressen, befindet sich in deren inneren Organen womöglich auch noch etwas Getreide oder Grünzeug. Nur sollte das Futter zum größten Teil aus Protein bestehen, 10 % Fett und einer kleinen Menge Kohlenhydrate.

Außerdem benötigen Katzen die Aminosäure Taurin. Menschen und Hunde können diese Aminosäure im eigenen Körper selbst herstellen, wobei Katzen das nicht können. Deshalb ist es wichtig, dass sie durch das Futter zugefügt wird.

Katzenfutter schmeckt nicht

Wenn einer Katze Taurin fehlt, kann das zu Blindheit, Herzbeschwerden oder anderen Problemen mit der Gesundheit führen. Aus diesem Grund sollte man seiner Katze auch kein Hundefutter geben, da darin kein Taurin enthalten ist.

Katzen unterscheiden sich von Hunden und Menschen auch noch darin, dass sie Beta-Carotin nicht in Vitamin A umwandeln können. Vitamin A ist in Fleisch enthalten, weshalb sich im Futter, das man seiner Katze gibt, auch Vitamin A befinden muss. Eine andere Möglichkeit ist es, ein Futter zu wählen, das viel tierisches Protein enthält, da der Bedarf an Vitamin A dadurch auch gedeckt wird.

Außerdem können Katzen – anders als Menschen – selbst kein Vitamin D produzieren. Menschen sind in der Lage, Vitamin D durch ihre Haut herzustellen, wobei Katzen es durch ihr Futter in sich aufnehmen müssen.

Wenn man einer Katze qualitativ hochwertiges Katzenfutter gibt, sollten darin all diese wichtigen Bestandteile enthalten sein.

Man sollte einer Katze ohne Absprache mit einem Tierarzt jedoch keine zusätzlichen Vitamine verabreichen, da zu große Mengen für giftig sein können.

Wie im Folgenden gezeigt wird, gibt es wirklich Katzenfutter, das alle wichtigen Nährstoffe enthält, die die Katze benötigt.


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Der Unterschied zwischen Premium-Marken, namhaften Marken und No-Name-Katzenfutter

Lohnt sich teures Katzenfutter

Zu den derzeitigen Premium-Marken von Katzenfutter zählen Hill’s Science Diet, Iams, Eukanuba und Lucky-Kitty. Man zahlt für diese Produkte etwas mehr als für die, die man in den üblichen Supermärkten kaufen kann. Doch der Preis lohnt sich. Man findet sie nur in Zoogeschäften, im Internet oder manchmal auch beim Tierarzt.

Mittelpreisige Marken kann man im Supermarkt und auch im Internet erwerben. Hierzu zählen Marken wie zum Beispiel Purina, Whiskas, Felix und Schmusy Nature.

Günstige Marken gibt es meist im Supermarkt bei den Discountern. Dazu zählen vor allem Kitekat, Attica und die Discounter-Eigenmarken.

Doch was ist der Unterschied zwischen Premium-Marken sowie mittelpreisigen und günstigen Katzenfutter-Sorten?

Diese Frage hat sich auch Stiftung Warentest vor kurzem gestellt. Und daraufhin getestet, was das Zeug hält.

Herausgekommen ist, dass mittelpreisige Nassfutter-Produkte im Schnitt das beste Preis-Leistungs-Verhältnis haben.

Der Preis ist kein Garant für die Qualität der Inhaltsstoffe – auch hier hat sich das in einigen Fällen bestätigt.

So hatten auch einige Premium-Produkte deutliche Schwächen – oft mangelte es zum Beispiel an Ausgewogenheit bei der Zusammensetzung.


3 Nassfutter-Produkte mit der Auszeichnung *Sehr gut*:


 

Sollte man der Katze unbedingt Katzenfutter einer Premium-Marke geben?

Hierzu sollten wir erst einmal klären, welches Katzenfutter das Premium-Prädikat verdient.

Folgende Kriterien sollten bei Premium-Katzenfutter erfüllt sein:

  • Genaue Deklaration der Inhaltsstoffe, vor allem welchen Anteil von Muskelfleisch/Innereien respektive von welchem Tier
  • Der Anteil von Muskelfleisch sollte bei mindestens 60% liegen und die Innereien sollten nicht mehr als 30% ausmachen
  • Keine tierischen Nebenerzeugnisse oder sonstige nicht näher definierte organische Zusätze
  • Je weniger Getreide, desto besser – in jedem Fall nicht mehr als 10%
  • Keine Aromastoffe, Zucker, Konservierungsstoffe und sonstige Zusätze
  • Gutes Ca:Ph-Verhältnis und vernünftige Zugabe von Vitaminen, so dass das Gesamtpaket stimmt.

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Der Grund dafür, weshalb Premium-Katzenfutter teurer ist als andere, ist der höhere Anteil von Fleisch, der darin enthalten ist. Außerdem werden weniger „Füllstoffe“ hinzugefügt, wie zum Beispiel Getreide, welches man oft in Katzenfutter findet.

Hill’s Science Diet für erwachsene Katzen enthält zum Beispiel zum größten Teil Hühnchenfleisch und als zweiten Inhaltsstoff gemahlenen Mais. Bei günstigeren Sorten jedoch steht der Mais ganz oben auf der Liste der Inhaltsstoffe, gefolgt von einer Mais-Gluten-Mischung und erst an dritter Stelle findet man Hühnchenfleisch.

Daran sieht man deutlich, dass günstigere Marken viel weniger Fleisch verarbeiten als Premium-Produkte.

So manches Katzenfutter von einer namhaften Marke, das als Hauptinhaltsstoff Fleisch enthält, kann man auch im Supermarkt kaufen. Das ist zum Beispiel bei Purina Naturals der Fall, worin hauptsächlich Hühnchenfleisch enthalten ist.

No-Name-Katzenfutter (oder Katzenfutter von der Discounter-Marke) sollte man so weit es geht vermeiden, da sie anders als Markenprodukte fast nur aus Füllstoffen bestehen.

Außerdem variieren die Inhaltsstoffe bei No-Name-Produkten stark, je nachdem, was bei der Produktion am billigsten verfügbar ist. Deshalb sind sie um so viel günstiger als andere Katzenfutter-Sorten. Das liegt bei weitem nicht nur an der Verpackung, wie manche Hersteller behaupten.

Bei höherwertigen Marken variieren die Inhaltsstoffe durchaus auch, nur sind solche Schwankungen bei Premium-Marken bei weitem nicht so hoch.


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Welches Katzenfutter ist auf Dauer empfehlenswert?

  • Eine Katze kann durchaus von einem Marken-Katzenfutter leben, solange es das Tier mit einer vollständigen und ausgewogenen Ernährung versorgt.
  • Eine Premium-Marke muss auf Dauer nicht unbedingt besser sein als eine solide mittelpreisige Marke.
  • Am wichtigsten ist eine ausgeglichene Zusammensetzung von Futterprodukten. Ist das nicht der Fall, muss die Katze mehr Energie für die Verdauung aufwenden und produziert mehr Kot, der dann auch entsprechend intensiver riecht.
  • Gut formulierte Produkte liefern die notwendigen Nährstoffe für den Alltag, ohne die Katze unnötig zu belasten. Dann ist sie auch besser drauf und das sieht man ihr an.
  • Gute Katzenfutter-Produkte sind zudem sättigend, so dass man nicht so viel davon braucht. Das steigert automatisch ihr Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Jede Umstellung in der Ernährung der Katze sollte langsam und schrittweise erfolgen. Das kann man zum Beispiel dadurch tun, dass man eine kleine Menge des neuen Futters unter das alte mischt. So kann man das Mischverhältnis Stück für Stück verändern und der Katze nach einigen Tagen das neue Futter geben.
  • Bei jeder Nahrungsumstellung sollte man die Katze einfach mal etwas aufmerksamer beobachten. Wenn sie sich von dem neuen Futter abwendet oder ihre Unzufriedenheit zeigt, dann hilft auch kein Premium-Prädikat.
  • Zum Schluss gibt es noch ein Video davon, wie man artgerechtes Katzenfutter selbst herstellen kann. Das ist zwar etwas aufwendiger, aber immer noch die gesündeste Variante von allen. 🙂

 

Lohnt sich Premium-Katzenfutter aus deiner Sicht?

Deine Meinung ist uns wichtig, deshalb haben wir hier eine kleine Abstimmung eingebaut.

Außerdem würden wir uns natürlich über einen Kommentar freuen, vor allem wenn Du selbst schon Erfahrungen mit teurem Katzenfutter gemacht hast!


Lohnt sich teures Katzenfutter?

Ergebnis anschauen


3 Nassfutter-Produkte mit der Auszeichnung *Sehr gut*:


Weiterführende Informationen:
http://www.focus.de/wissen/praxistipps/katzenfutter-test-2017-das-beste-nassfutter_id_7034074.html


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