Lohnt sich eine Solaranlage 2019?

Lohnt sich eine Solaranlage

Gerade in den letzten Wochen und Monaten wurde Photovoltaik (Strom aus Sonnenlicht) heiß diskutiert. Geringere Förderungen, Strafzahlungen für Selbstnutzer und sinkende Preise bei den Herstellern. Lohnt sich eine Solaranlage auch noch ohne hohe Fördergelder vom Staat?

Wir finden es zusammen heraus. Dabei schauen wir uns sowohl die technische als auch die finanzielle Seite von Solaranlagen-Bewirtschaftung im Jahre 2019 an.

Fertig? Dann kann’s ja losgehen.


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Was sind Solaranlagen?

Unter die Definition „Solaranlagen“ fallen alle technischen Anlagen zur Umwandlung von Sonnenenergie. Dabei wird nach der Art der Umwandlung und der Energieform am Ende des Transformationsprozesses unterschieden.

So wandeln zum Beispiel Photovoltaikanlagen Sonnenenergie in elektrischen Strom um, während solarthermische Anlagen die Sonnenenergie mittels Flüssigkeitsträger in thermische Energie (also Wärme) transformieren.

Daneben gibt es weitere Umwandlungswege und Techniken, die vor allem für Großanlagen und Kraftwerke von Interesse sind. Rechtlich gesehen gibt es hier deutliche Unterschiede, denn nicht alle Techniken werden gleichermaßen oder überhaupt gefördert.

Wichtig: In diesem Beitrag konzentrieren wir uns ausschließlich auf Photovoltaik, denn die Solarthermie haben wir in diesem Beitrag schon ausführlich diskutiert:

 

Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen vs. Ölpreis-Entwicklung

Lohnt sich eine Solaranlage

Die Ölpreise sind kräftig am schwanken, ohne dass sie den bestehenden Abwärtstrend geschweige denn das aktuell niedrige Niveau nachhaltig nach oben verlassen. Erklärt wird dies häufig mit Unstimmigkeiten innerhalb der OPEC-Mitgliedstaaten, die Einfluss auf den Im- und Export, sowie die Fördermengen nehmen.

Andererseits gibt es einige Stimmen, die von einer Weltverschwörung um den Ölpreis ausgehen und Vorteile der USA darin sehen, mit einem niedrigen Ölpreis Russland in die Knie zu zwingen.

Unabhängig davon, welche Gründe am Ende des Tages den entscheidenden Einfluss auf den Ölpreis nehmen, wissen wir alle, dass die Naturressource Öl knapp ist und deshalb eines Tages aufgebraucht sein wird. Der Ölpreis wird mangels Alternativen langfristig wohl wieder steigen müssen. Keiner weiß nur, wann genau. 😉

Sie fragen sich sicherlich, was Ölpreise mit Solaranlagen zu tun haben. Nun, in der Praxis werden für die Frage „in welchem Fall lohnt sich eine Solaranlage?“ sogenannte Amortisationspläne aufgestellt. Sie berechnen die Zeit in Jahren, die eine solche Anlage braucht, um die investierten Kosten wieder hereinzuspielen.

Für solche Amortisationsberechnungen werden in der Regel Preissteigerungen für Öl und Gas zugrunde gelegt, um so zu den prognostizierten Strompreisen zu gelangen. Und Strompreise bestimmen schließlich, was man ausgeben müsste, wenn man keine Photovoltaik-Anlage hätte. Das ist ein entscheidender Faktor für die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung von Photovoltaik.

 

 

Amortisation von Solaranlagen

In der Praxis werden bei Amortisationsdauerberechnungen häufig eine Preissteigerung für Öl und Gas zugrunde gelegt. Die vier- bis fünfstelligen Investitionskosten eines Photovoltaik-Projektes sollen je nach Anlage und Standort zwischen 15 bis 20 Jahre arbeiten, bis sie wieder erwirtschaftet wurden.

Doch wie lange halten Solaranlagen überhaupt? Im Durschnitt geben die Hersteller eine Garantie für 25 Jahre, teilweise auch in Stufenform. Die Lebensdauer von Solaranlagen liegt in den meisten Fällen deutlich darüber, und zwar bei etwa 35 Jahre. Allerdings nimmt die Leistung der Module von Jahr zu Jahr ab – und damit auch die Effizienz der Stromumwandlung.

Je nach Hersteller werden allerdings Mindestleistungen garantiert. Legt man nun 10 Tsd. Euro für die kompletten Kosten einer Solaranlage zu Grunde, erwirtschaftet sie im Schnitt etwa 500 EUR pro Jahr. Eine Totalbetrachtung zeigt bei einer Lebensdauer von 30 Jahren, dass unterm Strich nach Abzug der Investition etwa 5 Tsd. EUR übrig bleiben – also in diesem Fall 50% des investierten Betrages. Wenn alles so läuft, wie geplant. 😉

 

Solaranlagen-Förderung 2019

Die wichtigste Änderung vorweg: Großanlagen mit mehr als 100 kWp erhalten keine Einspeisevergütung mehr und müssen ihren Strom selbst vertreiben.

Wird der Strom aus Photovoltaik-Anlagen selbst genutzt, muss eine Abgabe gezahlt werden. Ausgenommen von dieser Abgabe sind Kleinstanlagen mit bis zu 10 kWp Leistung. Gute Nachricht: Die allermeisten Hausbesitzer, die für ihr Einfamilienhaus Strom erzeugen, fallen unter die befreite Kategorie.

Für Photovoltaikanlagen liegt die Einspeisevergütung derzeit zwischen 8,53 EUR/kWh und 12,31 EUR/kWh abhängig von der Nennleistung der Anlage. Darüber hinaus bekommt man auch hier die finanzielle Unterstützung von der KfW.


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Option: Solaranlage nicht selbst bewirtschaften

Lohnen sich Solaranlagen

In den vergangenen Jahren haben sich neben den Investitionsmöglichkeiten am Finanzmarkt und der Bewirtschaftung einer Solaranlage auf dem eigenen Dach auch andere Alternativen entwickelt. Beispielsweise mieten Investoren Dächer größerer Hallen an und errichten darauf selbst Photovoltaikanlagen. Für den Eigentümer der Immobilie ist das eine sichere und lukrative Angelegenheit, ohne dass er selbst aktiv werden muss.

Die Dächer von Produktions- und Gewerbehallen werden in den meisten Fällen nicht aktiv genutzt und können heutzutage eine interessante zusätzliche Einnahmequelle darstellen. Vor allem für Eigentümer, die den Investitions- und Betriebsaufwand scheuen, können über den Weg der Vermietung direkt profitieren. Dabei werden die gebäudetechnischen Anlagen in einem separaten Raum angeschlossen, so dass der eigentliche Gewerbebetrieb dadurch nicht gestört wird.

Das Outsourcing des Solaranlagen-Betriebs ist darüber hinaus auch eine gute Möglichkeit, allen Eventualitäten sinkender Einspeise-Vergütungen und möglicher künftiger Gesetzesänderungen aus dem Weg zu gehen. Dann lohnt sich eine Solaranlage auch noch im Jahr 2019. 😉

 

 

Fazit: Lohnen sich Solaranlagen 2019 noch?

  • Viele Hausbesitzer überlegen aufgrund der gesunkenen Preise für Solaranlagen auch in Solarenergie zu investieren und lassen sich von den in den Medien erwähnten Kürzungen der Zuschüsse und der Zurückhaltung bei der Förderung bremsen. Dabei wird schnell vernachlässigt, dass der wesentliche Punkt für die Ertragsfähigkeit der Solaranlage der Standort ist.
  • Die Anzahl der Sonnentage, die mögliche Ausrichtung und der Neigungswinkel, sowie die verfügbare Fläche spielen eine wichtige Rolle. Daher empfiehlt es sich, einen Experten zu Rate zu ziehen, der im Vorfeld eine saubere Berechnung der zu erwartenden Erträge anstellt.
  • Diese Aufgaben übernehmen in der Regel Ingenieure und Energieberater, die Sie über die örtliche Handwerkskammer finden. Neben den rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten spielen natürlich auch die ökologischen Faktoren eine wichtige Rolle.
  • Gegenüber Strom und Gas kann die Solarenergie bei der CO2-Einsparung punkten. Auch die Unabhängigkeit von den Energieversorgern spielt für viele eine wichtige Rolle und nicht zuletzt gehört für viele Menschen der Umgang mit sauberen Energien zu einem modernen Leben dazu.
  • Persönlich habe ich sehr gute Erfahrungen mit der Vermietung einer größeren Dachfläche gemacht. Neben Produktions- und Lagerhallen, können sich hierfür übrigens auch kleinere landwirtschaftlich genutzte Hallen oder Hofanlagen eignen. Ob sich das Dach für eine Solaranlage lohnt, muss in jedem konkreten Fall durchgerechnet werden.
  • Die Einmalzahlung der Pacht über einen bestimmten Zeitraum zu Beginn des Vertrags kann alternativ angelegt werden und sich vielleicht ganz gut verzinsen. Gleichzeitig stellt man sein Eigentum für die Energiewende zu Verfügung, ohne dabei selbst hohen Aufwand zu haben oder größere Risiken zu tragen.

 

Lohnt sich eine Solaranlage aus Ihrer Sicht?

Ihre Meinung ist mir wichtig, deshalb habe ich hier eine kleine Abstimmung eingebaut.

Außerdem würde ich mich natürlich über einen Kommentar freuen, vor allem wenn Sie selbst schon Erfahrungen mit Solaranlagen gemacht haben!


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Weiterführende Links:
https://de.wikipedia.org/wiki/Photovoltaik


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