Lohnt sich die freiwillige Rentenzahlung?

Lohnt sich die freiwillige Rentenzahlung?

Immer mehr junge Menschen machen sich frühzeitig Gedanken um die Rente.

Verständlicherweise kommen da viele Sorgen auf: Werde ich mir im Rentenalter meine Miete leisten können? Wie oft werde ich mir auch mal etwas gönnen können, ohne monatelang unter der Investition zu leiden?

Gerade für diejenigen, die (zeitweise) nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, kann es zu Problemen im Rentenalter kommen.

Mit einer freiwilligen Rentenzahlung kannst Du dem entgegenwirken, indem Du Dir einen höheren Rentenbetrag und/oder einen früheren Renteneintritt sicherst.

 

Wie funktioniert eine freiwillige Rentenzahlung?

Wer mindestens 16 Jahre alt ist, nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt und seinen Wohnsitz in Deutschland hat, kann freiwillige Beiträge an die Rentenversicherung leisten.

Der Beitrag kann jederzeit nach Bedarf angepasst werden, muss aber zwischen 83,70 Euro (Mindestbeitrag) und 1.311,30 Euro (Höchstbetrag) pro Monat liegen. So kann jeder das einzahlen, was er sich leisten kann oder für nötig hält.

Das ist besonders attraktiv, falls der eigene Verdienst ansteigt oder sinkt. Wer für das vergangene Jahr nachzahlen möchte, kann das bis zum 31. März des laufenden Jahres tun.

Für die Einzahlung werden dann die Entgeltpunkte erhöht und die nötige Wartezeit zum Rentenbezug sinkt. Du könntest also eher in Rente gehen, ohne mit Abschlägen leben zu müssen. Wer trotz der freiwilligen Einzahlung erst im vorgesehenen Rentenalter Rente bezieht, bekommt dafür mehr Geld ausgezahlt.

Für die freiwillige Rentenzahlung muss ein Antrag gestellt werden. Das kannst Du in allen Auskunfts- und Beratungsstellen der Rentenversicherung, oder bei einem Versichertenberater Deiner Wahl tun.

 

 

Was gibt es bei freiwilliger Rentenzahlung zu beachten?

Was gibt es bei freiwilliger Rentenzahlung zu beachten?

Eine freiwillige Rentenzahlung ist nur dann möglich, wenn Du aufgrund Deiner Beschäftigung nicht sowieso schon verpflichtet bist, in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen.

Wer also schon Pflichtbeiträge zahlt, kann seine Rente nicht mehr aufstocken.

Genau wie bei der gesetzlichen Rente sind auch die freiwilligen Einzahlungen steuerlich absetzbar. Hierbei gibt es jedoch einen Höchstbetrag, der für das Jahr 2022 bei 25.369 Euro liegt. Alle Beiträge die darüber hinausgehen, können nicht mehr von der Steuer abgesetzt werden.

Außerdem sollte bedacht werden, dass unsere Rente von den zukünftigen Generationen finanziert wird. Wer also kein Vertrauen in den Generationenvertrag hat, sollte sich nach einer Alternative zur Rentenversicherung umsehen.

Allerdings spielt dabei nicht nur Vertrauen eine Rolle. Du solltest auch bedenken, dass statistisch gesehen immer weniger Kinder in Deutschland geboren werden.

Mehr Informationen zu möglichen Alternativen findest Du weiter unten auf dieser Seite.

 

Wie wird die freiwillige Rentenzahlung berechnet?

Wer berechnen möchte, ob sich die freiwillige Rentenzahlung persönlich lohnen würde, kann dafür einen der vielen Rechner nutzen, die es im Internet gibt.

Dort musst Du nur das Einzahlungsjahr angeben und wie hoch Deine monatlichen Beiträge sein sollen. Dann siehst Du sofort, wie hoch Deine monatliche Rente für diesen Zeitraum und Betrag wäre.

 

 

Welche Alternativen zu freiwilliger Rentenzahlung gibt es?

für wen lohnt sich die freiwillige Rentenzahlung besonders?

Wer sich nicht auf die gesetzliche Rentenversicherung verlassen kann oder möchte, hat mehrere Möglichkeiten seine Rente aufzubessern.

Eine der beliebtesten Alternativen ist die Investition in Aktienfonds oder ETFs. Wer sich Wertpapiere verschiedener Unternehmen kauft und sie zur richtigen Zeit verkauft, kann daraus jede Menge Gewinn schlagen. Da es aber auch passieren kann, dass der Wert der Papiere sinkt, können hier genauso schnell Verluste entstehen.

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Als Zusatz zur gesetzlichen Rentenversicherung können Arbeitnehmer auch von vermögenswirksamen Leistungen profitieren, sofern der Arbeitgeber diese anbietet. Man schließt einen Vertrag (bspw. einen Bausparvertrag) ab und lässt den Arbeitgeber in diesen Vertrag einzahlen. Je nach Art des Vertrages wird der Betrag nach 7 Jahren oder zusammen mit der Rente ausgezahlt.

Für Eltern und Berufsanfänger kann sich auch die Riester-Rente lohnen. Das Prinzip ist ähnlich wie bei den vermögenswirksamen Leistungen, jedoch leistet hier der Staat einen Zuschuss zu den eigenen Ersparnissen.

Auch verschiedene freiwillige Versicherungen dienen als hilfreiche Anlage für die Zukunft. Ein Beispiel dafür ist eine Lebensversicherung, in die monatsweise eingezahlt wird.

Wer selbstständig ist und nicht als versicherungspflichtig gilt, kann die gesetzliche Versicherungspflicht beantragen.

Es ist schwierig, aus den möglichen Alternativen zur Altersvorsorge „die Beste“ zu wählen, da jeder seine eigenen Ansprüche hat. Dafür informierst Du Dich vorzugsweise bei einem Finanzberater oder einer entsprechenden Beratungsstelle.

 

 

Meine Erfahrungen mit freiwilliger Rentenzahlung

Meine Erfahrungen mit freiwilliger Rentenzahlung

Die freiwillige Rentenzahlung hat viele Vorteile, so kann sie zum Beispiel zur Frührente verhelfen und den monatlichen Rentenbetrag aufstocken.

Jedoch geht das Ganze auch mit einigen Unsicherheiten einher. Wird man überhaupt alt genug, um von den freiwilligen Einzahlungen profitieren zu können?

Und selbst wenn man seine Rente noch erlebt, können Inflation oder andere Wirtschaftsprobleme dafür sorgen, dass mit dem Geld trotzdem nicht alle Kosten gedeckt sind.

An sich ist die freiwillige Rentenzahlung aber gut und lohnt sich, gerade für Geringverdiener, die sich andernfalls mit Minijobs oder Ähnlichem durch das Rentenalter schlagen müssten.

Trotz allem ist diese Rentenzahlung kein Wundermittel. Gerade geringe Einzahlungen im Bereich des Mindestbeitrags reichen eventuell nicht aus, um sich den Lebensabend zu finanzieren. Eine Alternative sollte deshalb immer in Betracht gezogen werden.

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Fazit: Für wen lohnt sich freiwillige Rentenzahlung besonders?

Die freiwillige Rentenzahlung lohnt sich vor allem für Geringverdiener und alle, die aus der gesetzlichen Rentenversicherung keinen großen Gewinn schlagen würden. Das gilt vor allem für Selbstständige, Freiberufler und nicht Erwerbstätige, wie zum Beispiel Hausfrauen.

Am Ende musst Du aber selber entscheiden, ob sich dieser Weg der Altersvorsorge für Dich lohnt, oder Du es lieber mit einer der oben genannten Alternativen versuchen möchtest. Zur Unterstützung bei dieser Entscheidung kannst Du Dir Deinen monatlichen Betrag, mit dem von uns verlinkten Rechner ausrechnen lassen.

 

 

Lohnt sich die freiwillige Rentenzahlung aus Deiner Sicht?

Deine Meinung ist uns wichtig, deshalb haben wir hier eine kleine Abstimmung eingebaut.

Außerdem würden wir uns natürlich über einen Kommentar freuen, vor allem wenn Du selbst schon Erfahrungen mit der freiwilligen Rentenzahlung gemacht hast!


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Die beiden Buchempfehlungen aus dem Beitrag:


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