Lohnt sich Payback?

Lohnt sich Payback

Wenn du einkaufen gehst, wurde dir der an der Kasse sicherlich schon einmal diese Frage gestellt: „Haben Sie eine Payback-Karte?“

Eine Suggestivfrage, die sich mit Ja oder Nein beantworten lässt. 🙂

Hast du dich mal gefragt, ob sich Payback wirklich lohnt? Wer profitiert davon und wo kann man seine Payback-Karte überall einsetzen?

Wir klären die wichtigsten Fragen, damit du siehst, ob sich Payback für dich lohnt oder ob es vielleicht bessere Alternativen gibt.

 

Wie funktioniert Payback?

Bei Payback handelt es sich erst einmal um ein Bonusprogramm. Du erhälst auf deine Einkaufssumme eine gewisse Anzahl von Punkten. Wie viele Punkte du erhälst und wie Payback genau funktioniert, wollen wir dir natürlich nicht vorenthalten. Wir bringen Licht ins Dunkel, damit du bestens informiert bist.

Eine Payback-Karte erhälst du in zahlreichen Geschäften. Hierzu gehören zum Beispiel real, dm, Rewe, Penny und Aral.

Oder du kannst dich einfach über die Website registrieren und eine Karte anfordern. Hier kannst du dich bei Payback anmelden und eine Karte bestellen:

 

Der Vorgang und die Bestellung der Karte sind kostenfrei. Jedoch musst du hier einige, persönliche Daten angeben, wie deine Email-Adresse, Geburtsdatum, Adresse etc.

Weiterhin musst du – im Zuge der Onlineanmeldung – bestätigen, dass du damit einverstanden bist zukünftig Werbung von der Firma zu erhalten, dessen Payback-Karte du in Anspruch nimmst. Hast du beispielsweise DM als Karte gewählt, erhälst du hier Werbung und Newsletter zu Drogerieartikeln. Du hast aber auch die Möglichkeit eine Offenlegung deiner Daten zu verlangen.

Nach einigen Tagen erhälst du deine Payback-Karte, die du bei über 600 Online- und bei 40 stationären Partnern vorzeigen kannst. Erkennbar sind diese am Payback-Logo. So erhälst du Payback-Punkte, die du, wenn du genug gesammelt hast, in Sachprämien, Online-Coupons, Miles & More, Einkaufsgutscheine oder für die Unterstützung eines Hilfsprojektes einlösen kannst.

Mit jedem Kauf erhälst du also Payback-Punkte. Es gelten hier jedoch Beschränkungen: Im Handel vor Ort muss der Umsatz mindestens 5 Euro sein, online gibt es bereits 1 Punkt für 2 Euro Umsatz. Ein Punkt entspricht hierbei in etwa einem Cent.

Die Verlockung Punkte zu erhalten, die man in tolle Geschenke umwandeln kann, spricht gezielt dein Belohnungszentrum an. Du kaufst etwas, erhältst Punkte und musst dafür einfach nur die Payback-Karte vorzeigen. Toll, oder? Ein tolles Geschenk für einen kleinen Aufwand.

Zusätzlich zu den „normalen“ Punkten gibt es über die Payback-App fürs Handy, analoge Coupons zum Ausschneiden oder in bestimmten Zeiträumen, Sonderaktionen bei denen du mehrfach punkten kannst.

Hier gibt es unter anderem einen Punktemultiplikator (2x, 4x usw.) oder diverse Extrapunkte. Dasselbe gilt zum Beispiel bei Sonderaktionen, wie das Bestellen einer American Express Kreditkarte.

Warum gerade hier, wirst du dich fragen? Es ist gut zu wissen, dass Payback eine Tochtergesellschaft der Loyalty Partner GmbH ist, die wiederum Teil der American Express Group ist. Daher erhälst du bei Abschluss eine Prämie von 1.000 Punkten.

Wichtig zu wissen: Nicht eingelöste Punkte, die älter als 36 Monate sind, verfallen und verlieren ihre Gültigkeit. Hierfür kannst du dir keine Prämie mehr aussuchen.


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Warum ist Payback so weit verbreitet?

Payback spricht unseren natürlichen Sparer-Sinn an und betreibt zudem eine sehr ausgeklügelte Werbepolitik. Sie setzt sich aus zahlreichen TV-, Radio und Internetwerbespots sowie gedruckten Anzeigen zusammen.

Die Hauptrolle spielen hierbei die kleinen, springenden und niedlich wirkenden „Pointies“ (so heißen die Payback-Punkte).

Falls es dich interessiert findest du hier einen typischen Payback-Werbespot:

 

Wo erhalte ich Payback-Punkte und wie kann ich sie einlösen?

Die Punkte erhälst du bei deinem Einkauf in über 40 stationären Geschäften und über 600 Onlineshops, die Payback anbieten. Hierbei gibt es einen entscheidenden Unterschied, den wir dir natürlich nicht vorenthalten wollen.

Stationärer Handel (Lokales Geschäft vor Ort):

Hierzu gehören unter anderem das Dänische Bettenlager, Penny, Burger King und Fressnapf.

Wie es funktioniert: Nachdem dein Einkauf von der Kassiererin gescannt wurde, fragt sie dich nach deiner Payback-Karte.

Diese kann, dank dem EAN-Strichcode auf der Rückseite der Karte, ganz normal über den Kassenleser gezogen werden. So werden deine erhaltenen Payback-Punkte direkt gutgeschrieben und der Wert deines Einkaufs an Payback übermittelt.

Onlinehandel

Du musst deinen Einkauf über die Payback-Seite im Internet starten. Dann kannst du dir einen von über 600 Onlineshops aussuchen. Hierzu gehören zum Beispiel: myToys, mydays, Thalia.de und Lieferheld.

Wie es funktioniert: Du wählst einen von mehr als 600 Onlineshops über die Payback-Seite. Hier musst du nur deine Kundennummer eingeben und kannst dann Punkte sammeln und bequem von Zuhause aus shoppen!


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Ist Payback mit Rabatt-Coupons kombinierbar?

Payback kannst du ohne Probleme mit anderen Rabatt-Coupons kombinieren.

Die problemlose Kombination bezieht sich auf die Funktionsweise von Payback. Die Punkte werden erst nach dem Scannen des gesamten Einkaufs gutgeschrieben. Hierbei ist die Summe des Einkaufs entscheidend. Mit einem Rabatt-Coupon ist diese zwar geringer, trotzdem gibt es hierfür Punkte.

Über die Payback-App und die Payback-Seite kannst du zudem eCoupons aktivieren und diese beim Punkten nutzen. Payback-Coupons in Papierform erhälst du mit deiner Punkte-Übersicht und Postsendungen von Payback und deren Partner.

 

 

Für wen lohnt sich die Payback Kreditkarte?

Für wen rechnet sich Payback

Wenn du häufiger bei Payback-Partnern einkaufst, kannst du mit der Payback-Kreditkarte sogar doppelt punkten (Tankstellen ausgeschlossen). Die Bestellung einer Kreditkarte (hier: Payback-American-Express) bringt dir zusätzlich 1.000 Extrapunkte.

Du zahlst bei dieser Kreditkarte übrigens keine Jahresgebühr. Im Inland kannst du mit der Payback-Kreditkarte kostenfrei bezahlen. Bei Fremdwährungen kommen 2 Prozent des Umsatzes hinzu.

Der Verfügungsrahmen wird nach deinem Einkommen angepasst und der Betrag monatlich abgebucht. Eine Teilzahlung (wie es bei anderen Kreditunternehmen manchmal der Fall ist), gibt es nicht. Sollte dein Konto daher bei der Abbuchung nicht ausreichend gedeckt sein, kann es teuer werden. Hier fallen für dich Verzugszinsen, Mahngebühren und Kosten für Rücklastschriften an.

Für wen lohnt sich die Payback-Kreditkarte also?

Wenn du unbedingt Punkte sammeln möchtest, bist du mit dieser Karte gut beraten. Die doppelten Punkte bei jedem Einkauf sind ein guter Anreiz für die Payback-Kreditkarte.

Wenn es dir nicht um die Punkte geht, kannst du auch die Kreditkarte eines anderen Unternehmens verwenden. Auch hier gibt es Anbieter, die keine Jahresgebühr auf die Karte erheben und ebenfalls gute Konditionen anbieten.

Hierzu zählen einige Banken, die bei der Eröffnung eines Girokontos eine kostenfreie Kreditkarte dazu anbieten (wie z. B. die Ing-DiBa oder die comdirect).

Eine weitere Kreditkartenalternative wäre auch die Barclaycard, von der du vielleicht schon einmal gehört hast. Hier kannst du dir einen Überblick über die Konditionen der Barclaycard verschaffen:
https://www.barclaycard.de/

 

 

Wer profitiert wirklich von Payback?

Für wen lohnt sich Payback

Die Payback-Punkte bekommst du zwar geschenkt, doch was bekommt die Firma dafür zurück? Die Antwort ist denkbar einfach – jegliche Daten über dein Kauf- und Konsumverhalten. Payback bekommt alle diese Informationen, denn sie wissen dann genau, wo du gerne einkaufen gehst und wieviel du im Durchschnitt ausgibst.

Diese Informationen werden dazu gebraucht, um nicht nur dein Kauverhalten zu analysieren, sondern auch frühzeitig neue Trends aufzuspüren und sie entsprechend auszunutzen.

In einer Aktion von Payback auf Facebook von 2012 bis 2014 („Payback Likes Lounge“) konnten Payback-Kunden zusätzlich punkten. Allerdings konnten ihre Daten dadurch dann noch besser in Verbindung mit ihren Nutzerprofilen gebracht werden. Zudem man dadurch auch noch erkannte, ob sie mit anderen Payback-Karteninhabern bekannt oder befreundet waren.

Besonders der Datenschutz und der Payback-Nutzen für dich werden vom Verbraucherschutz oft kritisch betrachtet. Deine gesammelten Daten lassen nämlich explizite Rückschlüsse auf dein Konsum- und Kaufverhalten zu.

Der Payback-Nutzen ist laut Verbraucherschutz nicht besonders groß für dich. Warum nicht? Die Prämien, für die du akribisch Punkte sammelst, sind bei anderen Anbietern vergleichsweise günstiger zu bekommen. Trotz deiner Punkte zahlst du also oft sogar noch drauf.

Ein Beispiel? Gerne.

Diese Philips Küchenmaschine erhälst du als Prämie bei Payback für 5.999 Punkte. Das entspricht einem Preis von 59,99 EUR. Bei Amazon findest du denselben Artikel zu einem Preis von 48,99 Euro. Das ist ein Unterschied von über 10,00 Euro.

An diesem Beispiel lässt sich unschwer erkennen, dass Payback vor allem selbst von seinem Bonusprogramm profitiert. Sie erhalten Informationen über dich und dein Kaufverhalten und können dir perfekt zugeschnittene Werbung senden.

Die Prämien stehen oft nicht in Relation zu anderen Anbietern und den gesammelten Punkten. Hier wird mit der Jagd- und Sammelfreude der Kunden auf psychologischer Ebene „gespielt“. Die Aussicht auf Punkte lässt viele Kunden oft ein teureres Angebot erwerben als bei der Konkurrenz.


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Gibt es gute Alternativen zu Payback?

Lohnt sich Payback Alternative

Die direkte Alternative zu Payback wäre die weniger populäre Deutschlandcard. Wurdest du in deiner Nähe schon einmal nach einer Deutschlandcard gefragt? Diese ist vom Prinzip her der Payback-Karte sehr ähnlich. Auch hier geht es für dich darum Punkte zu sammeln und diese an der Kasse einzulösen, damit du damit deinen Einkauf bezahlen oder dir eine Prämie aussuchen kannst.

Die Deutschlandcard gilt in 10.000 Geschäften vor Ort und in über 400 Onlineshops. Wenn du dir das einmal anschauen möchtest, kommst du über diesen Link direkt dorthin:

 

Auch die so genannten Treuepunkte (die von immer mehr Geschäften angeboten werden), sind eine Art Alternative zu Payback. Nur eine Art? Ja. Denn diese Punkte kannst du nur in einem bestimmten Zeitraum sammeln und nicht das ganze Jahr über. Meistens erhälst du hier Klebepunkte, die du für deinen Einkaufswert erhälst. Für 5 Euro Umsatz gibt es in der Regel einen Punkt.

In das entsprechende Heftchen kannst du diese Klebepunkte sammeln und es zum Schluss für eine Prämie einlösen, bei der du oft noch einen geringen Betrag dazu bezahlen musst. Die Prämien, die für dich bereitstehen, sind beispielsweise Topf- und Pfannensets, Gartenutensilien, wie Scheren, Handschuhe, Haken und Messersets. Also üblicherweise Utensilien, die du im Alltag gebrauchst.

Generell gibt es zahlreiche Firmen, die ein Bonusprogramm für dich, als Kunden, anbieten. Hierzu zählen zum Beispiel Hellweg Baumarkt, Esso und IKEA-Family-Karte.

Bei all diesen Anbietern geht es für dich darum, Punkte, Coins oder eine bestimmte Anzahl an Käufen zu sammeln, die du hinterher in Prämien oder geringfüge Preisnachlässe einlösen kannst.

 

 

Was sind die Vor- und Nachteile von Payback?

Bis jetzt hast du schon allerhand über Payback erfahren. Damit du nun noch die Vor- und Nachteile abwägen kannst, haben wir dir diese noch einmal übersichtlich zusammengefasst:

Vorteile

Geschenkeempfinden
Der Mensch braucht häufig etwas, das er sammeln kann. Vielleicht geht es dir ganz ähnlich. Du musst nicht viel dafür tun und bekommst bei jedem Einkauf „Punkte geschenkt“. Das ist eine Belohnung für deinen Einkauf. Das Geld gibst du ohnehin aus und erhälst dafür Punkte, die du zu einem späteren Zeitpunkt in Prämien eintauschen kannst.

Aus Freude
Wenn du Spaß daran hast, etwas zu sammeln und es dir egal ist, was mit deinen Daten geschieht, ist Payback sicherlich das richtige Programm für dich. Vielleicht ist es sogar gerade der Anreiz, dass du die Punkte bekommst und sogar noch vervielfachen kannst. Es ist als eine Art regelmäßige Belohnung zu sehen und auch der Grund, warum Payback so beliebt ist.

 

Nachteile

Datenschutz
Über das so genannte Data-Mining (Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Data-Mining) werden deine Daten an Payback und dessen Handelspartner übermittelt. Hier wird dein Einkaufs- und Konsumverhalten analysiert. Das ist für Payback hilfreich und vor allem für die Partner, die ebenfalls über deine Daten verfügen. Du wirst also Kunde gläsern.

Nutzen
Die Prämien, die du dir (ab 200 Punkten) aussuchen kannst, werden meist bei anderen Anbietern günstiger angeboten. Du zahlst also im Regelfall Geld drauf. Hochwertiger werden die Prämien dadurch nicht.

 

Fazit: Für wen lohnt sich Payback?

Payback und seine Handelspartner verfügen über deine und meine Daten. Sie wissen zum Beispiel wenn ich neuerdings Pampers kaufe, dass ich wohl gerade Mutter geworden bin oder, wenn ich vermehrt kohlenhydratarme Produkte kaufe, dass ich meine Ernährung umgestellt habe.

Und: dass Wissen Macht bedeutet, weiß ich nicht erst seit gestern. Daher stellt sich die Frage: Inwieweit stört es dich, dass Payback dein Einkaufs- und Konsumverhalten in- und auswendig kennt?

Ich stehe dem ganzen „Handel“ mit meinen Daten ohnehin skeptisch gegenüber. Das „Data-Mining“ ist ein großes Geschäft für Firmen wie Payback und vor allem deren Handelspartner. Es ist so möglich, dir noch öfter „personalisierte“ Werbung zukommen zu lassen.

Payback spielt hier ganz klar auf psychologischer Weise mit deinen Instinkten, die aus der Urzeit herrühren, als es noch ums Jagen und Sammeln ging. Punkte werden als etwas Positives dargestellt, die Konsequenzen weitestgehend kleingehalten.

Auch bei den Prämien zeichnet sich ein deutliches Bild ab. Diese sind bei anderen Anbietern oft günstiger und doch gibt es immer wieder Kunden, die gerade wegen dieser Prämien akribisch auf Punktejagd gehen und höhere Preise ignorieren.

Natürlich ist es dir selbst überlassen, ob du eine Payback-Karte haben möchtest. Wenn du mich fragst, sind manche Dinge einfach überflüssig und Payback gehört für mich dazu.

Es handelt sich meiner Meinung nach in erster Linie um das Geschäft mit Daten und einem Bonusprogramm, bei dem andere Kunden (selbst, die die keine Payback-Karte haben) die Prämien mitbezahlen. Am Ende bist du es, der Payback dadurch mitfinanziert. Vielleicht ist es deshalb sinnvoll, noch einmal über die Vor- und Nachteile dieses Systems nachzudenken.

 

Lohnt sich Payback aus deiner Sicht?

Deine Meinung ist uns wichtig, deshalb haben wir hier eine kleine Abstimmung eingebaut.

Außerdem würden wir uns natürlich über einen Kommentar freuen, vor allem wenn Du selbst schon Erfahrungen mit Payback oder anderen Bonusprogrammen gemacht hast!


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